Classe Mosaïque

Classe mosaïque

Konzept im Rahmen der Prävention von Schulverweigerung

Projektbeschreibung

Das Konzept richtet sich an alle Schüler der Unterstufe von der 7. bis zur 9. Klasse.

Das Ziel der „Classe Mosaïque” ist die Wiedereingliederung von Schülern, die auf einen Schulverweis zusteuern, in eine Regelklasse.

Durch gezielte Förderung sollen sie wieder lernen, sich in den Rahmenbedingungen einer Klasse zurecht zu finden und ihr Verhalten dementsprechend anzupassen.

Aufnahmekriterien

Das Projekt berücksichtigt Schüler, die aufgrund bestimmter Auffälligkeiten in der Schule in Erscheinung getreten sind. Mit „Auffälligkeiten“ sind folgende Merkmale und/oder Aktionen gemeint:

  • Jugendliche mit diversen Brüchen innerhalb ihrer Schulbiographie
  • Jugendliche, die permanent zu spät kommen, häufig stundenweise oder tageweise fehlen und/oder systematisch „blaumachen“
  • Jugendliche, deren Hausaufgaben und Schulmaterialien fast nie vollständig oder sogar überhaupt nicht vorhanden sind
  • Jugendliche, die den Unterricht stören, jegliche Mitarbeit verweigern, während den Stunden herumalbern, passives Benehmen an den Tag legen usw.
  • Jugendliche, die ein extrem aggressives Verhalten sowohl ihren Lehrpersonen als auch ihren Mitschüler/innen gegenüber zeigen
  • Jugendliche mit einem kompletten Desinteresse gegenüber der Schule im Allgemeinen und/oder sämtlichen Lehrfächern
  • Jugendliche mit verschiedenen Verhaltensauffälligkeiten und Verweigerungs-haltungen

Aufenthalt

Dauer: Der Schüler bleibt je nach Fortschritten im Regelfall 6 bis 12 Wochen in der „Classe Mosaïque“.

Förderung: Zur gezielten Förderung des Schülers erstellt das Team einen individuellen Förderplan. (vgl. Melzer 2008)

Tutor: Jedem Schüler wird ein Tutor, also eine Bezugsperson (ein Mitglied des Teams) zugeordnet.

Kontakt: Es finden regelmäßige Treffen zwischen den Eltern, dem Schüler, der Sozialpädagogin, dem Team und den Lehrern der Regelklasse statt.

Benotung: Die Schüler werden im Prinzip in den Hauptfächern regulär benotet. In den „Nebenfächern“ werden hauptsächlich Projektarbeiten anvisiert, welche den Bedürfnissen der jeweiligen Schüler gerecht werden sollen (Förderplan). Der Schüler bleibt während der Dauer seines Aufenthalts in der „Classe Mosaïque“ unter der Verantwortung des Klassenlehrers seiner Regelklasse.

Reintegration

Die Reintegration wird zirka 1 bis 2 Wochen vor dem geplanten Entlassungstermin vorbereitet. Das Team entscheidet über die Form der Reintegration. Je nach Stand des Schülers bezüglich der zu erreichenden Ziele entscheidet es sich für eine Voll- oder Teil-Reintegration. Bei der Teil-Reintegration wird der Schüler vorerst nur stundenweise in seine Regelklasse reintegriert, hingegen wird er bei der Voll-Reintegration sofort ganz reintegriert. Während der Reintegration können Interventionen oder Hospitationen in der Regelklasse stattfinden. Die weitere Nachbetreuung übernimmt das „Classe Mosaïque“- Team.

Team

Bauer André Projektleiter
Bintener Simone / Kollmesch Maïté Sozialpädagoginnen (SePAS), Lifes
Birnbaum Gilles Sport
Blum Romain Atelier „électro”
De Roy Raf Atelier „cuisine“
Ismaili Enji Assistante sociale (SePAS)
Leonte Lis Deutsch und Englisch
Lopes Marco Französisch
Meurisse Kim Klassenlehrer; Mathematik
Muller Julia Psychologin (SePAS)
Reiter Karin Atelier „créatif“
Wilwert Christophe Culture générale

 

mosaik@lbv.lu