Avis de nos lecteurs (5)

Der Verdacht - Friedrich Dürrenmatt

16 septembre 2016, 9:29 am Written by
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Ein Kommissar, der todkrank ist und dennoch den Lebensmut hat, einen Fall aufzulösen, der für ihn sehr gefährlich werden könnte. Kommissar Bärlach entdeckt bei seinem Aufenthalt in der Klinik, ein Bild aus der Zeitung  „Life“ von Dr. Emmenberger, einem ehemaligen SS-Arzt, der Operationen ohne Narkose während des Krieges durchführte.
Er begibt sich in eine gefährliche Lebenslage, um den Kriegsverbrecher zu entlarven, indem er sich mit falschem Namen in dessen Spital in Zürich einliefern lässt. Dieser kommt seiner falschen Identität jedoch auf die Spur und gerät in Lebensgefahr.

Auf Bärlachs Suche hin nach Gerechtigkeit passieren immer wieder neue spannende Ereignisse.

Der Verdacht ist ein Kriminalroman, der viel Spannung und Verwirrung beinhaltet.
Sein Schreiben folgt dem klassischen Schema, ragt aber durch Ironie, Bedürfnislosigkeit und Genügsamkeit weit von dem Herkömmlichen hinaus. Die Sätze sind kurz und einfach gehalten, dennoch geben sie sachliche Informationen preis. Er bietet seinen Lesern eine philosophische Abhandlung zu Themen wie Freiheit, Glaube und Überzeugungen.

Dürrenmatts Kriminalroman enthält nicht nur simple Unterhaltung, sondern auch einen Tiefgang und einen ebenso faszinierenden wie abgründigen Blick auf die Schrecken des Holocausts.

Myriam Becker, Vincent Zheng (10 TG)

Kleider machen Leute - Gottfried Keller

16 septembre 2016, 9:27 am Written by
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Das Werk Kleider machen Leute ist eine Novelle, die von Gottfried Keller im Jahre 1874 verfasst wurde.

In dem Werk geht es um ein armes Schneiderlein, namens Strapinski, das an einem Novembertag aus seiner Stadt Seldwyla nach Goldach, einer kleinen reichen Stadt, wandern will. Er kann nicht um Geld oder Essen betteln, da er zu gut für die Leute gekleidet war, um arm zu sein. Auf seinem Weg nach Goldach begegnet ihm ein Kutscher mit der Kutsche eines Grafens. Es regnet und der Kutscher nimmt ihn in seiner Kutsche bis nach Goldach mit. An seinem Ziel angekommen, wird er als Graf empfangen und so wie einer behandelt. Kummer und Zweifel begleiten ihn bei seiner Lüge, trotzdem will er weiterziehen, jedoch begegnet er der Tochter des Amtsrates.

Dies erschwert ihm die Lage, denn er will diese nicht verlassen.

Mir persönlich hat die Novelle gefallen, vor allem der Anfang und der Schluss. Der Anfang war sehr interessant und sehr gut erzählt, da der Schriftsteller den Leser auf falsche Spuren gebracht hat. Zum Schluss hin wurde alles aufgeklärt. Ich kann die Lektüre nur weiterempfehlen, da sie erstens sehr kurz, zweitens nicht allzu schwer zu verstehen ist und drittens es sich um eine gute Geschichte handelt. Diese enthält eine Moral, deshalb finde ich, dass die Geschichte auch für Kinder geeignet ist.

Martin Kremer, Yann Koehnen (10 TG)

 

Brandzauber - Mariella Mehr

16 septembre 2016, 9:21 am Written by
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Der Roman Brandzauber wurde 1998 von Mariella Mehr für Gertrud H. geschrieben.

In diesem Werk geht es um Anna Priska Kreuz. Diese hält sich während der Geschichte in einem Kurhaus auf. Sie arbeitet dort als Pflegerin und hat sich einen Karnivoren Garten zugelegt, den sie pflegt und studiert. Sie redet nicht viel mit den Kurgästen, da sie sehr verschlossen ist, nur einer Person vertraut sie ihre Geheimnisse und ihre trostlose Vergangenheit an.

Früher hatte sie eine gute Freundin, die mehr als nur eine Freundin war, sie hieß Franziska. Franziska war Jüdin und hat den Zweiten Weltkrieg gerade so überlebt. Sie waren beste Freundinnen, doch irgendwann trennten sich ihre Wege. Anna verkraftete dies aber nur sehr schlecht. Sie hatte niemanden mehr, mit dem sie sich verstand und mit dem sie das Gleiche erlebt hatte.

Eines Tages kam eine Patientin ins Kurhaus, die etwas an sich hatte, etwas das Franziska ähnlich war.

Ich finde, dass dieser Roman sehr schwierig zu verstehen ist, da man immer wieder ohne Vorwarnung in die Vergangenheit zurückgesetzt wird. Dieses Buch ist vielleicht nur etwas für sehr fortgeschrittene Leser und aufmerksame Menschen gedacht.

Lara Schoumacker & Leiner Sylvain (10 TG)

Das Parfum - Patrick Süskind

16 septembre 2016, 9:17 am Written by
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Der im Jahre 1985 veröffentlichte und bislang einzige Roman des deutschen Schriftstellers und Drehbuchautors Patrick Süskind, „Das Parfum“, erzählt die Geschichte eines jungen Mannes namens Jean-Baptiste Grenouille, der mit einem genialen Geruchssinn ausgestattet die Welt der natürlichen und künstlichen Gerüche erkundet, zudem thematisiert er deren mögliche Bedeutung in zwischenmenschlichen Beziehungen und beschreibt traditionelle wie unkonventionelle Herstellungsverfahren von Parfum.

Das der Postmoderne zugeschriebene Werk erlaubt eine Vielzahl von Lesearten, unter anderem als Entwicklungs-, Bildungs-, Künstler- und Kriminalroman. Schon das Cover des Romans verspricht einen spannungsvollen Gegensatz. Der Protagonist Grenouille ist eine monomanische (von einer fixen Idee besessene) Figur, die ein unglaubliches Talent für Gerüche und die feinste Nase der Welt besitzt. Lediglich er selbst riecht nicht. In seiner Kindheit und Jugend war er als Waise vielen Demütigungen und Beleidigungen ausgesetzt, gegen die ihn jedoch sein starker Überlebenswille schützte. Als er 8 Jahre alt war, fing er an beim Gerber Grimal zu arbeiten, wo er zunächst schamlos ausgenutzt wurde und unter unmenschlichen, barbarischen Bedingungen leben musste. Dies schadete Grenouille auf eine besondere Art und Weise. Nach dem Überleben einer Krankheit wurde er von dem Parfümeur Giuseppe Baldini abgeworben. Dies war der Beginn der geruchs- und ereignisvollen Reise des Jean-Baptiste Grenouille. Süskinds „Lust zu fabulieren“ im Sinne des „fantasievollen Erzählens“ ist in jedem Falle eine der markantesten Merkmale des Romans. Die Ergebnisse seiner Recherchen bezüglich der Schauplätze, Kulturgeschichte und Parfüm-Techniken hat er so in den Roman eingeworben, dass Fantastisches und Faktisches einander ergänzen und einen homogenen Erzählfluss ohne merkliche Brüche bilden.

Melissa Frantzen, Tom Bernard (10TG)

Das Versprechen - Friedrich Dürrenmatt

16 septembre 2016, 9:07 am Written by
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Das Versprechen von Friedrich Dürrenmatt ist ein spannender Kriminalroman. Er kam 1958 auf den Markt.

Kriminalkommissar Matthäi untersucht während vielen Jahren den Mord eines verstorbenen Mädchens, Gritli Mosers. Die Kleine wurde auf grausame Art mit einem Rasiermesser verstümmelt. Anfangs widmet Matthäi sich nicht dem Fall, doch als er mitbekommt, dass noch weitere Morde geschehen sind, konzentriert er sich immer mehr und mehr auf den Fall. Er kann an nichts Anderes mehr denken, als an den unbekannten Mörder, der noch frei herumläuft und jeden Moment ein weiteres kleines Mädchen umbringen kann.

Persönlich finden wir, dass es sich lohnt diesen Roman zu lesen. Es ist ein Roman, der den Leser in den Bann zieht. Dieses Buch ist nicht wie die üblichen Kriminalromane, die man kennt. Der Schriftsteller versucht den Lesern mitzuteilen, dass es im wirklichen Leben nicht einfach ist, einen Mord aufzulösen. Das Versprechen ermöglicht dem Leser einen Blick ins Leben der Polizisten und Kommissare zu werfen, die schwierige Hürden in ihrer Arbeit überwinden müssen. Man beobachtet, wie sich das Leben der Beteiligten langsam zum Guten als auch zum Schlechten verändert. Größtenteils ist der Text nicht schwer, man kann ihn also ohne Schwierigkeiten lesen.

Dalida Adrovic, Alicia Semedo (10 TG)

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